Thomas in der Katholischen Kirche

Gerade die Kritik der Reformatoren führte in Zeiten der Gegenreformation und konfessionellen Auseinandersetzung dazu, dass Thomas innerhalb der Katholischen Kirche immer mehr zur unantastbaren Autorität wurde. Auf diesem Porträt aus Florenz sehen wir ihn an einer Stelle, die eigentlich Gott zukommen würde.

Ende des 19. Jahrhunderts gab es Theologen, die Thomas allen Ernstes dogmatisieren wollten, was im Fall eines Theologen bedeutet hätte, seine Schriften auf eine Stufe mit der Bibel zu setzen und über alle anderen Kirchenlehrer zu erheben.

Noch im heute geltenden Kirchenrecht kommt Thomas insofern eine besondere Stellung zu, als alle Theologen aufgefordert werden, in seinem Geiste zu lehren.

Ein viel kritisiertes Missverständnis des Thomas gab es in der sogenannten Neuscholastik Ende des 19. bzw. Anfang des 20. Jahrhunderts:

 

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